Zwischen Burgdorf und Hannover soll eine komfortable Radverbindung entstehen. Expert*innen untersuchen, wo diese Verbindung am besten entlangführen soll – es entsteht eine Machbarkeitsstudie.
Im Rahmen einer Online-Beteiligung wurden Ideen und Hinweise gesammelt, die in die Studie einfließen. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum Projekt. Die Inhalte werden während des Projekts laufend aktualisiert.
Im Rahmen einer Online-Bürger*innenbeteiligung wurden die bislang definierten Varianten der möglichen Streckenverläufe vorgestellt. Ziel war es, gemeinsam zu prüfen, ob an alles gedacht wurde und ob die Linienführungen vollständig sind.
In einer digitalen Karte wurden vom 20. Februar bis zum 12. März 2024 Vorschläge und Hinweise gesammelt.
Die Ergebnisse dieser Beteiligungsphase wurden ausgewertet und fließen in die weitere Bearbeitung der Machbarkeitsstudie ein. Auf dieser Grundlage wurde eine Vorzugsvariante erarbeitet, die derzeit fachlich abgestimmt und politisch beraten wird.
Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan: Die Radverbindung kann zwar noch nicht unmittelbar umgesetzt werden, doch die Machbarkeitsstudie schafft die Voraussetzung für die nächsten Planungsschritte. Die Ergebnisse werden der Regionsversammlung vorgestellt, die über das weitere Vorgehen entscheidet.
Fragen und Anregungen können per E-Mail an die Region Hannover gerichtet werden.
Die Online-Beteiligung zur Radschnellverbindung Burgdorf – Hannover fand im Zeitraum vom 20. Februar bis 12. März 2024 statt. Mithilfe eines Kartentools wurden mögliche Verbindungen im Untersuchungskorridor eingezeichnet (linienhafte Hinweise) und kommentiert. Außerdem wurden markante Stellen verortet und erste Lösungsideen benannt (punktuelle Hinweise).
Insgesamt wurden in der Karte Verbindungen in einer Länge von über 250 km eingezeichnet und kommentiert sowie 224 weitere Hinweise verortet. Dazu gab es wiederum 149 Kommentare sowie eine Bewertung durch 802 Likes und 268 Dislikes.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die rege Beteiligung und die zahlreichen konstruktiven Hinweise und Ideen.
Nachfolgend können Sie die Ergebnisse der Auswertung einsehen.
Die Region Hannover hat vor der Online-Beteiligung bereits mögliche Trassenverläufe aufgezeigt. Diese wurden bewertet und von den Teilnehmenden durch klein- und großräumige Alternativen ergänzt. Darüber hinaus wurden zwei komplett neue Varianten eingezeichnet:
Diese beiden Varianten erhielten auch die meisten Likes der Teilnehmenden. Die Führung im Bereich Altwarmbüchener See und Umgehungen wurde besonders aufgrund von Nutzungskonflikten (Erholungsnutzung, hohes Fußverkehrsaufkommen) kritisch bewertet.
Neben der Möglichkeit Linien beziehungsweise Strecken einzuzeichnen, konnten die Teilnehmenden auch ortsspezifische, punktuelle Hinweise in der Karte setzen. Die linienhaften und punktuellen Hinweise wurden grob drei Korridoren zugeordnet:
Ein großer Teil der Anregungen kam zum Korridor Nord über Altwarmbüchen (siehe untenstehende Diagramme). Hinweise, die eher relevant für die Zubringer zur Radschnellverbindung bzw. die kommunalen Netze sind, wurden der Kategorie „außerhalb der RSV“ zugeordnet. Die Zuordnung zu den Korridoren ist in Übersichtsplänen dargestellt.
Die punktuellen Hinweise wurden weitergehend Themenbereichen zugeordnet (siehe Diagramm unten). Damit deutlich wird, was sich hinter den Themenbereichen verbirgt, wurde jeweils beispielhaft ein typischer Hinweis benannt. Hauptthemen waren neben der Linienfindung Kritik an der Bestandsinfrastruktur. Besonders viele Likes gab es für die Verbesserung des sanierungsbedürftigen Radwegs zwischen Stelle und Burgdorf. Kritik wurde geäußert zu der fehlenden Akzeptanz des Radverkehrs in Altwarmbüchen auf der Hannoverschen Straße sowie einer möglichen Führung über den Farrelweg dort als Anbindung an die Veloroute 03 der Landeshauptstadt Hannover.
Die eingegangenen Hinweise sind in zwei Plänen (Punkte und Linien) und einer dazugehörigen Tabelle aufbereitet. Die Nummern in den Plänen entsprechen den Nummern in der tabellarischen Aufbereitung. Die Hinweise fließen in die weiteren Arbeitsschritte der Machbarkeitsstudie ein.
Die Machbarkeitsstudie wird durch eine Projektgruppe und einen Lenkungskreis begleitet. Die Projektgruppe setzt sich aus Mitarbeitenden der Fachebenen der Verwaltungen der beteiligten Kommunen und Verbände zusammen. Beide Gruppen treffen sich regelmäßig, um den Arbeitsstand zu besprechen und fachlich zu begleiten.
Die möglichen Verbindungen wurden mithilfe abgestimmter Bewertungskriterien – unter anderem Geradlinigkeit, Erschließungswirkung, Konflikte mit anderen Nutzungen sowie die Umsetzung der Ausbaustandards – bewertet und gegenübergestellt. In weiteren Sitzungen der Projektgruppe und des Lenkungskreises wurden die Ergebnisse des Variantenvergleichs besprochen und abgestimmt.
Die Ergebnisse werden in den politischen Gremien vorgestellt, um eine favorisierte Variante zu beraten und zu beschließen. Auch Presse und Öffentlichkeit werden im weiteren Verlauf informiert.
Bis zum ersten Spatenstich wird es nach Abschluss der Machbarkeitsuntersuchung noch dauern: Zunächst müssen die politischen Beschlüsse gefasst werden, bevor die Planungen in einen detaillierten Vorentwurf überführt werden. Auf dieser Basis erfolgt die Beteiligung der Betroffenen, und gemeinsam mit den zuständigen Behörden werden mögliche Hemmnisse für eine Genehmigung geprüft und ausgeräumt.
Erst wenn der Bau genehmigt ist, kann eine Baufirma beauftragt werden. Abschnitt für Abschnitt wird die Radschnellverbindung dann fertiggestellt.
Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans VEP 2035+ hat sich die Region Hannover das Ziel gesetzt, die Bedingungen für das Radfahren zu verbessern. Im Moment ist in der Region der Anteil des Radverkehrs bei 17 Prozent. Bis zum Jahr 2035 sollen 26 Prozent aller Fahrten mit dem Fahrrad durchgeführt werden. Die Regionsversammlung hat die Regionsverwaltung daher beauftragt, ein Konzept für drei Radschnellwege zu erstellen. Eine dieser Radschnellverbindungen verläuft zwischen Burgdorf und Hannover.
Die Regionsversammlung beschließt, dass Konzepte für drei Radschnellverbindungen erstellt werden sollen.
Die Regionsverwaltung beauftragt ein Planungsbüro mit der Machbarkeitsstudie für die Verbindung Burgdorf – Hannover.
Bürgermeister*innen und Verkehrsausschüsse der beteiligten Kommunen werden über den Beginn der Machbarkeitsstudie informiert.
Der Verkehrsausschuss der Region tagt und wird über den Projektfortschritt und die Beteiligung zu den Radschnellwegen informiert.
Die vorhandenen Routen werden abgefahren, verschiedene Streckenvarianten werden identifiziert und analysiert.
Im Anschluss an die Ermittlung verschiedener Streckenvarianten findet die erste Beteiligung von Bürger*innen statt. Ein Kartentool ermöglicht, Hinweise zum Streckenverlauf zu geben.
Die Ergebnisse werden ausgewertet. Es erfolgt eine Abwägung der Gesamtstrecke bevor dann eine favorisierte Variante ausgewählt wird.
Die favorisierte Variante wird in den politischen Gremien vorgestellt.
Es erfolgt eine Maßnahmenkonzeption. Die Ergebnisse werden abschließend aufbereitet und erneut vorgestellt. Die Regionsversammlung trifft eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen.
Konzepterstellung weiterer Radschnellwege: Antrag vom 21. Juli 2022
Der Verkehrsausschuss der Region tagt und wird über den Projektfortschritt und die Beteiligung zu den Radschnellwegen informiert.
Für die Verbindungen Hannover – Gehrden und Hannover - Pattensen befinden sich weitere Machbarkeitsstudien in Bearbeitung. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier: www.radrouten-hannover.de
Konzepterstellung weiterer Radschnellwege: Antrag vom 21. Juli 2022
Radschnellverbindungen (RSV) – auch Radschnellwege genannt – oder Radvorrangrouten (RVR) sind Strecken im Radverkehrsnetz, die bedeutende Ziele über größere Entfernungen verknüpfen. Hier sind viele Radfahrende (vor allem Pendelnde) unterwegs, darum soll möglichst durchgängig ein sicheres sowie komfortables Fahren mit geringen Wartezeiten an Ampeln und Kreuzungen ermöglicht werden. Die Machbarkeitsstudie zur Verbindung zwischen Burgdorf und Hannover soll die mögliche Umsetzung einer Radschnellverbindung bzw. Radvorrangroute untersuchen. Festgelegt werden die Standards dafür in den Hinweisen für Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten (H RSV) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV).
An die Umsetzung von Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten werden hohe Anforderungen bezüglich der Breiten und der Führung an Kreuzungen und Einmündungen gestellt. Die Anforderungen an RSV sind dabei am höchsten. So soll ein Radweg (Radverkehr in eine Fahrtrichtung) im Zuge einer RSV zum Beispiel 3 Meter breit sein, im Zuge einer RVR nur 2,50 Meter.